Der Graue wie auch der Grüne Augenstar sind Veränderungen, welche in der Regel erst Menschen ab dem 50. Lebensjahr betreffen. In selteneren Fällen können aber auch schon Babys und jüngere Menschen davon betroffen sein.
Grauer Star (Katarakt) Der Graue Star ist eine Trübung der Augenlinse, welche sich im vorderen Augenbereich befindet. Je stärker die Linsentrübung wird, desto weniger Licht kann durch das Auge bis zur Netzhaut gelangen. Durch diesen Kontrastverlust kann die Sehleistung drastisch abnehmen. Stärkere Brillengläser nützen bei einem „reifen Katarakt“ nicht viel, da das Licht durch die getrübte Augenlinse fast nicht mehr durchdringen mag. Die einzige sinnvolle Möglichkeit ist eine Augenoperation. Die alte, getrübte Augenlinse wird durch eine neue, künstliche Augenlinse ersetzt. Dieser operative Eingriff dauert in der Regel nicht länger als dreissig Minuten und wird in den allermeisten Fällen ambulant durchgeführt. Die Kataraktoperation gilt als eine der sichersten Operationen überhaupt.
Grüner Star (Glaukom) Der Grüne Star ist eine Erkrankung des Sehnervenkopfs im hinteren Augenbereich, welcher für die Weiterleitung der Seheindrücke an das Hirn verantwortlich ist. Durch den kontinuierlichen Verlust der Nervenfasern am Sehnervenkopf nimmt die Befestigung des Sehnervs am Auge stetig ab. Gesichtsfeldausfälle und im Extremfall eine Erblindung können die Folge sein. Die grössten Risikofaktoren für eine Glaukomerkrankung sind unter anderem erhöhter Augeninnendruck, hohes Lebensalter, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, niedriger und schwankender Blutdruck sowie genetische Veranlagung. Die Diagnose eines Glaukoms ist nicht immer eindeutig. Darum sind oftmals mehrere Untersuchungen notwendig. Die möglichen Behandlungen eines Glaukoms können sehr unterschiedlich sein und sich von Fall zu Fall stark unterscheiden.
Regelmässige Vorsorgeuntersuchung Rund jeder zweite Schweizer trägt eine Brille. Ein normaler Sehtest zur Bestimmung des Brillenrezeptes beinhaltet jedoch nicht eine Katarakt- und Glaukomvorsorgeuntersuchung. Nur Augenärzte und dafür spezialisierte dipl. Augenoptikermeister (Optometristen) führen bei ihren Kunden auch immer eine Gesundheitsvorsorgeuntersuchung durch. Diese Vorsorgeuntersuchung sollte mindestens alle eins bis zwei Jahre durchgeführt werden und beinhaltet unter anderem das Messen des Augeninnendrucks, die Betrachtung der Augenlinse im vorderen Augenbereich und die Betrachtung des Sehnervenkopfs im hinteren Augenabschnitt.
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